Dienstag früh um 9 hieß es für uns endgültig Abschied nehmen von Bolivien, denn wir nahmen den Bus Richtung Peru, genauer gesagt nach Puno. Nach ca 15 Minuten Fahrt befanden wir uns bereits am Migrationsposten Boliviens, wo wir unseren Ausreisestempel abholten. Mit einem kurzen Fußmarsch überquerten wir ganz unspektakulär die bolivianisch-peruanische Grenze und holten uns beim Migrationsbüro in Peru den Einreisestempel ab, was zum Glück alles sehr unkompliziert und schnell ablief. Dann wechselten wir noch fix unsere restlichen Bolivianos in die peruanischen Soles um, stellten die Uhr eine Stunde zurück und weiter ging die Fahrt.
Mittags kamen wir dann in Puno an, einer Hafenstadt am Nordwestufer des Titicaca-Sees und Ausgangspunkt für Besichtigungen einiger Inseln im See. Mit knapp 120.000 Einwohnern ist Puno deutlich gößer als Copacabana. Nachdem wir uns einquartiert hatten, drehten wir eine Runde durch Puno und fanden sogleich wieder ein herrlich günstiges Lokal, wo wir ein Tagesmenü mit 3 Gängen und Getränk für umgerechnet 1,50 Euro verspeisen konnten. Klasse :-) Die Preise für die Unterkünfte sind hier in Puno ein wenig teurer als in Bolivien, aber sonst scheint es hier sehr ähnlich zu sein. Sowohl Leute als auch Landschaft erinnern uns noch sehr an Bolivien. Aber wir befinden uns ja auch nach wie vor auf dem Altiplano, dem Andenhochland, dass sich durch mehrere Länder Südamerikas zieht.
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| Aaah, das war lecker! Alfajores heißt das und besteht aus dünnen Blätterteig, gefüllt mit Karamelpaste :-) |
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| Einkaufsstraße Puno |
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| Plaza de Armas |
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| Und mal wieder eine Kathedrale |
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| Unser Hostel |
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| Gemütliches Zimmer hatten wir hier :-) |
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Keine Ahnung, warum wir beide so gestresst gucken :-)
Wahrscheinlich nur die pure Ungeduld, endlich den tollen Kuchen zu essen :-))) |
Für den kommenden Tag buchten wir eine Bootsfahrt zu den Islas Flotantes. Dabei handelt es sich um ca 50 schwimmende Inseln, die von dem Volk der Uro, bzw einer Mischung aus Aymara sprechenden Einheimischen und Uro bewohnt werden. Die Inseln werden aus Schilf gebaut, das am Ufer des Titicaca-Sees wächst und bis zu 3 Meter dick übereinander geschichtet wird. Die Bewohner nutzen das Schilf nicht nur, um ihre Inseln daraus zu bauen. Auch ihre Häuser, Boote und Kunsthandwerke werden daraus hergestellt. Außerdem soll man das Schilf auch essen können. Die Inseln sind jedoch wahnsinnig touristisch und stündlich werden dorthin Touristen gebracht. Dann bekommt man auf den Inseln von seinem Guide erklärt, wie die Inseln gebaut werden, was hübsch anschaulich im Miniaturformat vorgeführt wird. Anschließend wird man in eine der Hütten geführt und bekommt etliche schöne Handwerksarbeiten zum Verkauf angepriesen. Obwohl es extrem kommerziell ist, war es sehr interessant, mal die schwimmenden Inseln und ihre Bewohner zu sehen.
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| Im Boot :-) |
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| Die nächste Truppe folgt uns schon - wie gesagt - kaum touristisch hier ;-) |
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| Nun mal oben auf dem Boot |
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| Eintrittskartenhäuschen :-) |
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| Gegen Gebühr konnte man sich auch auf den traditionellen Booten über den See schippern lassen |
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| Man erwartet uns schon... :-) |
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| Bei dem Halbkreis aus Schilf nahmen wir dann Platz und bekamen eine nette Erklärung, wie die Inseln gebaut werden |
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| Der Inselhäuptling dieser Insel hier zeigt im Miniaturformat, wie die Inseln aufgebaut sind |
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| ... und sie stickt nebenbei die schönen Wandbehänge |
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| Man kann auch mehrer Inselchen wie hier verbinden oder beliebig wieder voneinander trennen |
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| So wirds gemacht :-) |
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| Wunderschöner Wandbehang :-) |
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| Hier sieht man gut die vielen Schichten des Inselbodens |
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| Das ist die Yavari, das älteste Schiff des Titicaca-Sees. Sie wurde in England gebaut und in 2766 Einzelteilen um das Kap Hoorn herum nach Arica in Chile verschifft und anschließend mit dem Zug nach Tacna in Bolivien transportiert, um dann von Mulis über die Anden nach Puno geschleppt zu werden. Das hat insgesamt 6 Jahre gedauert. Nachdem es zusammengebaut wurde, lief es 1870 vom Stapel. |
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| Blick auf Puno |
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| Großes Hotel |
Donnerstag früh verließen wir Puno dann schon wieder und stiegen in den Bus nach Chivay.
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