Sonntag, 11. September 2011

China - Xi'an

Mittwoch morgen im Regen angekommen, machten wir uns erst mit dem Bus und dann zu Fuß auf zu der im Reiseführer angegebenen Adresse des „Han Tang Inn“- Hostels, das wir von Chengdu vorgebucht hatten. Endlich (nach einigen Verirrungen) dort angekommen, war jedoch nur ein Schild für ein Café namens „Han Tang Inn“ zu finden, welches auch noch geschlossen war. Als wir auf die Idee kamen, die Adresse nochmal mit der in der Bestätigungs-Email von unserer Buchung zu vergleichen, merkten wir, dass die Adressen nicht übereinstimmten. :-(


Leider ist unser China-Reiseführer nämlich schon 2 Jahre alt und somit standen wir nun etwas ratlos in einem Hauseingang rum, denn die Adresse aus der Email war nicht in dem Stadtplan des Reiseführers verzeichnet.  Nachdem wir einen Chinesen um Hilfe gebeten hatten, brachte uns plötzlich jemand einen Flyer von unserem Hostel, so dass wir nun endlich zu der richtigen Adresse laufen konnten. Das Hostel ist wohl vor 2 Jahren umgezogen… Was ein Stress am frühen Morgen ;-)


Straße des richtigen Hotels :-)

Dachterrasse

Dachterrasse mit weißem Kaninchen


Im Hostel angekommen, erkundigten wir uns gleich nach möglichen Tibet-Touren. Tibet gehört zwar offiziell zu China, man benötigt jedoch eine spezielle Erlaubnis (ein Permit) um dort einreisen zu dürfen, welches in Lhasa, der Hauptstadt Tibets beantragt werden muss. Ebenfalls ist es derzeit nicht möglich, Tibet auf eigene Faust zu bereisen, man muss von China aus eine organisierte Tour mit einem Guide und einem Fahrer buchen. Das Tour-Angebot im Hostel war uns jedoch zu teuer. Die Mitarbeiter erzählten uns aber, dass noch 2 oder 3 andere Leute im Hostel ebenfalls grad nach Tibet wollen und es für alle billiger ist, wenn man sich zu einer Gruppe zusammenschließt und die Kosten teilt.

Nachdem wir die 3 Leute gefunden hatten, verbrachten wir die ganzen nächsten 2 Tage damit, Angebote verschiedener Hostels und Reiseagenturen zu vergleichen und uns einig zu werden, welche Bausteine unsere Tour haben solle. Sehr anstrengend und gar nicht so einfach bei 5 Personen, aber letztendlich einigten wir uns und versuchten bei einer Reiseagentur zu buchen. Derzeit ist es aber sehr schwierig, kurzfristig ein Zugticket zu bekommen, da in China „Mondfest“ ist und somit noch mehr Menschen als sonst unterwegs sind.
Es stellte sich heraus, dass es einfacher gewesen wäre, von Chengdu aus eine Tibetreise zu buchen, weil von dort wohl täglich Züge nach Tibet starten und von Xi’an seit Anfang 2011 nur noch sehr schwer Tickets zu bekommen sind, da die Streckenführung des Zuges geändert wurde. Alles echt kompliziert und nervenaufreibend, dazu noch unsagbar teuer.
Eigentlich wollten wir gern am Samstag, den 10.09. nach Tibet starten, aber der Typ aus der Reiseagentur konnte uns nicht versprechen, dass er Zugtickets bekommen würde. Somit mussten wir ihm noch 2 Tage mehr zur Verfügung stellen, also entweder Abfahrt am Sonntag oder am Montag. Später würde es für ein Mädel aus unserer Gruppe kompliziert werden, weil ihr Chinavisum dann ablaufen würde uns sie es noch verlängern müsste. Und wir wollten auch nicht noch länger in China bleiben. Andere Reiseagenturen sagten uns jedoch, dass wir sogar noch bis zu 10 Tagen warten müssten, was wir aber nicht wollten. Wir machten uns schon Gedanken, was unser Plan B ist, wenn wir keine Zugtickets nach Tibet bekommen. Durch diesen ganzen Stress war uns die Lust auf Tibet schon fast vergangen, auch wenn Tibet uns immer noch reizte. Unser Ersatzplan war nun, dann eben direkt nach Nepal, in die Hauptstadt Kathmandu zu fliegen.
Um uns von der belastenden Warterei und Ungewissheit abzulenken, besuchten wir am Freitag die berühmte Terra-Kotta-Armee, einige Kilometer außerhalb von Xi’an. Hier lassen wir einfach mal die Bilder sprechen. :-)
























Freitag abend bekamen wir endlich die Zusage, dass wir für Sonntag morgen Zugtickets bekommen haben und auch mit dem Permit alles geklappt hat. Zuerst konnten wir uns gar nicht so recht freuen, weil uns die letzten Tage des Grübelns noch in den Knochen steckten, aber dann freuten wir uns doch. :-)

Samstag früh machten wir uns also auf zur Reiseagentur, bezahlten alles und erhielten Tickets und Permit. Die 7 anstehenden Tage in Tibet werden allerdings wahrscheinlich die teuerste Woche unserer ganzen Weltreise werden, aber wir hoffen, dass unsere großen Erwartungen nicht enttäuscht werden.
Die Reise beinhaltet leider keine Übernachtungen und keine Verpflegung, so dass wir uns erstmal wieder hinter den Computer und das Telefon klemmen mussten, um uns Unterkünfte für die kommende Woche in Tibet zu organisieren. Nachdem das auch erledigt war, mussten wir noch unsere Sachen packen und Essensvorräte für die anstehenden 35 Stunden Zugfahrt kaufen. Also wahrlich stressige 4 Tage voller Organisation in Xi’an.
Aber nun erwarten uns endlich 7 Tage in Tibet, bestehend aus 4 Übernachtungen in der Hauptstadt Lhasa mit verschiedenen Besichtigungen, darunter der berühmte Potala-Palast, der ehemalige Wohnsitz des Dalai Lama. Wir werden zur Stadt Gyantse fahren, den berühmten Yamdrok-Sees sehen und in der Stadt Shigatse übernachten. Auch werden wir den berühmten Friendship-Highway zwischen Lhasa und Kathmandu befahren und als echtes Highlight das Basecamp des Mount Everest auf über 5000 m Höhe besuchen. Entweder können wir dort oben im Zeltlager übernachten oder etwas tiefer im Guesthouse am Kloster Rongbuk. Schließlich werden wir in die Grenzstadt zu Nepal namens Zhangmu fahren, um am nächsten Morgen die Grenze nach Nepal zu überqueren und unsere Tour so zu beenden. :-)

Unsere Reisegruppe besteht neben uns aus Sarah, zarte 21 Jahre alt, aus der Schweiz und einem israelischen Ehepaar namens Omri und Chen, 32 und 30 Jahre alt.
Alsooooo, Tibet – wir kommen!!!! :-)



Aber bevor wir nach Tibet starten, hier noch ein paar Impressionen aus Xi'an. :-)

 
Grundschule in der Nähe des Hostels

Bildung an der Schulwand :-)
Vogelhändler mit dem Fahrrad unterwegs :-)

Nun folgen einige Bilder aus dem muslimischen Viertel, wo es viele leckere Essensstände gab:




Reispudding mit Soße



Die Beiden stellen ganz flachen Erdnusskuchen (huashenggao) her :-)



Fladenbrot


Essensstände wohin das Auge blickt

Der etwas bröckelige aber sauleckere Erdnusskuchen


Wachteleier- Spieße :-)



Das wäre doch was für Anton, mhm? :-)

Ob er weiß, was auf seinem T-Shirt steht?? :-))

Sieht hier auf dem Bild voll eklig aus, war aber extrem lecker :-) Brotwürfel, Nudeln und Hammelfleisch werden mit heißer Brühe aufgegossen, dazu isst man ganze eingelegte Knoblauchzehen :-) Der chinesische Name dafür ist yangrou paomo.

Die Suppenpötte stehen schon zum Aufgießen bereit

Chinesische Malerei

Trommelturm

Den Laden gibts auch überall :-)

Glockenturm

Unterführung

Richtungsanzeige im verwirrenden Unterführungssystem unterm Glockenturm

Hier gibts ganz lecker Softeis :-)


Kaum kitschig, oder? :-)


Chinesische Geburtstagstorte mit Petersilie :-) Aber sehr lecker :-)

Das Geburtstagskind, eine Zimmergenossin von unserer israelischen Reisebekanntschaft

Glockenturm am Abend


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