Am Donnerstag, 29.03. machten wir uns auf den Weg nach Port Arthur, welches auf einer Halbinsel liegt. Dabei handelt es sich um eine Sträflingssiedlung, die 1830 durch
den damaligen Gouverneur George Arthur gegründet wurde. Von 1832 bis zu seiner Schließung
1877 war Port Arthur die Endstation für die schlimmsten Verbrecher der Kolonie. Mehrere
Buschfeuer zerstörten in den folgenden zwei Jahrzehnten viele Gebäude, die aus der
Sträflingszeit übrig geblieben waren. 1979 erkannten die australische Bundesregierung und die Regierung Tasmaniens Port Arthur
als historische Stätte von nationaler Bedeutung an und investierten 9 Millionen Dollar
in das Restaurierungsprojekt. Angrenzend befindet sich der Ort Port Arthur mit etwa 500 Einwohnern.
Bekannt ist Port Arthur unter anderem durch den Roman
Lebenslänglich von Markus Clarke sowie das Massaker aus dem Jahr 1996, bei dem 35 Menschen getötet wurden. Seit August 2010 ist Port Arthur in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen.
Auf dem großen Gelände Port Arthurs können die imposanten Reste der
ehemaligen Sträflingssiedlung besichtigt werden. Das Ende 1999 eröffnete
Visitor Informations Centre umfasst ein Cafe und ein Restaurant, einen Buch- und
Souvenirladen, sowie eine Ausstellung über die Geschichte von Port Arthur. Im Eintrittspreis
ist der Eintritt zur Ausstellung und allen Gebäuden und Ruinen enthalten, ebenso eine
Führung durch die Anlage und im Sommer eine Überfahrt mit dem Schiff zur 'Isle
of the Dead'. Auf dem Gelände stehen mehr als 60 Gebäude. Einige von ihnen wurden restauriert,
während von anderen nur Ruinen erhalten sind.(Quelle: http://www.australien-panorama.de/highlights/tas/port-arthur.html)
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| Blick auf einen Teil von Port Arthur, das Hauptgebäude |
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| Arbeitszimmer im Herrenhaus des Anstaltsleiters |
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| Schlafgemach |
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| Hiermit wurde die kleine Rundfahrt gemacht |
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| Isle
of the Dead |
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| Rekonstruierte Zelle im Gebäude für die Isolationshaft |
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| So niedlich die Beiden, auch wenn etwas unscharf. :-) |
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| Hier wohnten Pfarrer und weitere Angestellte |
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| Gedenkstelle für die Opfer des Massakers |
Im Anschluss daran besichtigten wir noch Tasmans Arch, Tasmans Blowhole und Devils Kitchen, einige nette Felsformationen in der Nähe. Unterwegs trafen wir noch einen schönen Schnabeligel (auch Echidna genannt) am Wegesrand. :-)
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| Voll lange Krallen hatte der kleine Kerl! |
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| Voll beschäftigt mit Rumrüsseln :-) |
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| Tasmans Blowhole |
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| Tasmans Arch |
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| Mit Regenbogen :-) |
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| Devils Kitchen - keine Ahnung, was diese Klippe mit Teufels Küche zu tun haben soll :-) |
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| Infotafel über die Wachhunde, die die Halbinsel bewachten. |
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| Denkmal für die guten Wachhunde, die verhindern sollten, dass die Gefangenen von der Halbinsel fliehen. |
Anschließend fuhren wir noch nach Richmond, wo wir die Nacht auf einem Campingplatz verbrachten. Richmond ist eine der ersten Siedlungen Tasmaniens. In den frühen Jahren der Kolonie war es eine wichtige Garnisonsstadt
und Zwischenstation für die Gefangenentransporte nach Port Arthur. Für diesen Zweck
bauten Häftlinge 1823 die erste Steinbrücke Australiens, einen Übergang, der Richmond
schnell wachsen ließ. Mehr als 50 Bauwerke stammen aus dem 19. Jahrhundert und sind
denkmalgeschützt. Neben der
Richmond Bridge steht das Richmond Gaol, die größte Sehenswürdigkeit. Die Zellen sind
erhalten wie zu Zeiten, da hier Gefangene für eine Nacht eingekerkert wurden, ehe
sie am nächsten Tag in Ketten nach Port Arthur weitermarschieren mussten. Das alte Gefängnis haben wir jedoch nicht besucht, da wir ja gerade Gefängnisluft in Port Arthur geschnuppert hatten. :-)
Nach dem Frühstück am nächsten Morgen haben wir zuerst die
Brücke und die Kirche in Richmond besichtigt und sind dann in der Nähe
Hobarts zu einem schönen Aussichtspunkt namens "Kangaroo Bluff
Battery"aus dem Jahre 1880 gefahren. Dabei handelt es sich um die
Überreste eines kleinen Forts.
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| Gefiederter Besuch :-) |
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| Richmond Bridge |
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| Blick auf Hobart vom Kangaroo Bluff
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| Überreste des Forts |
Da dieser Freitag unser vorletzter Tag in Tasmanien war, wollten wir natürlich noch soviel wie möglich bereisen. Somit machten wir noch einen großen Schlenker in den Süden über Huonville bis nach Gordon. Dabei durchquerten wir das Tal des Huon River, welches das bekannteste tasmanische Apfelanbaugebiet ist. Gordon liegt wunderschön am Entrecasteaux-Kanal und somit verbrachten wir unsere letzte tasmanische Nacht an einem gemütlichen Schlafplatz am Wasser.
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| Lachender Hans |
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| Zutaten fürs letzte tasmanische Abendbrot - natürlich Känguruwürstchen :-) |
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| Blick über den Kanal |
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| Der Grillmeister bei der Arbeit :-) |
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| Jammi :-) |
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| So ein leckeres Essen war das :-) |
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| So ein schöner letzter Abend! :-) |
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| Wunderschöner letzter Sonnenaufgang in Tasmanien |
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| Mit Liebe gemacht :-) Als letztes Frühstück nochmal lecker Porridge. |
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| Unser Schlafplatz |
Samstag, den 31.03. hieß es dann leider Abschied nehmen von Tasmanien. :-( Morgens fuhren wir erstmal zurück nach Hobart, von wo unser Flug nach Melbourne am späten Nachmittag starten sollte. In der Touristeninformation besorgten wir uns noch ein paar Souvenirs und anschließend fuhren wir zu unserer Autovermietung, die in der Nähe am Seven-Mile-Beach lag. Dort konnten wir uns noch duschen und unsere Anziehsachen heiß waschen, womit hoffentlich dann endgültig das Thema Bettwanzen abgeschlossen sein sollte. Die Autovermietung sagte natürlich, dass so etwas noch NIE bei ihnen vorgekommen sei, aber was sollten sie auch sonst sagen. Um die Wartezeit auf den Flug zu überbrücken, machten wir dann noch einen Spaziergang am Strand.
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| Brauerei in Hobart |
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| Katzenschatz :-) |
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Schönes Segelschiff im Hafen Hobarts.
Silki - es war zu verkaufen! Das wär doch was für euch! :-) |
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| So schöne Piepse leben hier in freier Wildbahn |
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| Ganz schön niedrig!!! :-) |


Doch plötzlich erreichte uns eine sms von der Fluggesellschaft, dass unser Flug leider gestrichen worden sei. Hallooooo?? 2 Stunden vor Abflug teilen sie uns das mit? Wir hetzten also zurück zur Autovermietung und der Besitzer ließ uns freundlicherweise mit seinem Handy bei der Fluggesellschaft anrufen. Die sagten uns, dass erst am nächsten Tag wieder Flüge zur Verfügung stehen würden. Das war insofern besonders blöd, weil wir von Melbourne einen Anschlussflug nach Neuseeland gebucht hatten und wir den dann nicht erreichen würden. Nun war guter Rat teuer. Wir entschieden uns dafür, uns von der Autovermietung zum Flughafen fahren zu lassen, um mit den Leuten der Fluggesellschaft vor Ort reden zu können. Gesagt getan. Am Flughafen warteten dann auch die ganzen anderen Passagiere, die ebenfalls mit dem Flieger nach Melbourne fliegen wollten und auch erst so kurzfristig Bescheid bekommen hatten. Glücklicherweise konnten wir dann auf einen anderen Flug umgebucht werden, der nur 20 Minuten später starten sollte. Was ein Stress!

In Melbourne hatten wir noch ein paar Stunden Aufenthalt abzusitzen, unser Flugzeug sollte erst gegen Mitternacht abfliegen. Kurz vor Abflug kam dann eine Durchsage, dass der Flieger Verspätung hat. Nun gut, kann ja passieren. Als dann nach einer weiteren halben Stunde eine erneute Durchsage kam, dass der Flug gestrichen worden ist, sind wir aber fast vom Glauben abgefallen. Zwei gecancelte Flüge an einem Tag? Wieviel Pech kann man denn eigentlich haben???
Wir mussten also unser Gepäck wieder zurückholen und uns dann am Schalter der Fluggesellschaft melden. Das mit dem Gepäck zurückholen haben wir vor lauter Schreck aber leider überhört. Stattdessen haben wir uns direkt am Schalter angestellt. Die Schlange dort war schließlich natürlich riesengroß und die armen Mitarbeiter völlig gestresst. Der Flug war übrigens ausgefallen, weil der Pilot ins Krankenhaus eingeliefert werden musste. Zum Glück noch VOR dem Flugbeginn... Nun ja, nun standen wir also mit etlichen anderen müden Passagieren am Schalter an und hofften, dass wir einen Ersatzflug bekommen könnten. Leider konnten sie uns für diese Nacht natürlich keinen Ersatz mehr anbieten, es hieß erst sogar, das für die nächsten Tage keine Flüge mehr erreichbar wären. Glücklicherweise bekamen wir aber doch noch Ersatzflüge für den nächsten Morgen! Nur leider nicht nach Christchurch direkt, wo wir ja eigentlich hinwollten (und wo das reservierte Wohnmobil auf uns wartete), sondern nach Queenstown. Das liegt zwar ebenfalls auf der Südinsel Neuseelands, wir mussten aber dort dann noch den Anschlussflieger nach Christchurch nehmen. Zeitlich war es eigentlich viel zu knapp zum Umsteigen, aber der Anschlussflieger sollte dann in Queenstown auf uns warten.
Als wir nun die gute Nachricht mit dem Ersatzflug erhalten hatten, war es mittlerweile schon gegen 2.30 Uhr in der Nacht. Nun mussten wir aber erstmal sehen, dass wir wieder an unser Gepäck kamen! Eigentlich hätten wir es gleich abholen müssen, als wir aus dem Abflugbereich rausgegangen sind, aber das haben wir ja leider verpeilt. Nun konnten wir aber nicht mehr in diesen Bereich hinein und somit schien unser Gepäck zuerst verloren. Wir fanden aber zum Glück eine zwar etwas genervte, aber hilfsbereite Flughafenmitarbeiterin, die uns unsere Ruchsäcke wiederbeschaffte. Wir waren auch übrigens nicht die Einzigen, die so doof waren ;-)
Als Entschädigung für den ausgefallenen Flug erhielten wir dann noch von der Fluggesellschaft einen Hotelgutschein inklusive Frühstück. Zum Glück lag das Hotel direkt am Flughafen, so dass wir dort hundemüde noch für 2 Stunden ins Bett fielen. Schade, dass wir nur noch 2 Stunden hatten, denn das Zimmer war sehr schön und gemütlich. :-) Als wäre alles nicht schon kompliziert genug, wurde in dieser Nacht auch noch die Uhr umgestellt! Freundlicherweise aber zu unseren Gunsten, so dass wir statt 2 sogar 3 Stunden Zeit zum Ausruhen hatten. :-) Was ein schrecklich aufregender Tag!! Aber zum Glück mit Happy End :-)
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| So ein schickes Zimmer! |
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| Seit Monaten nicht so ein tolles und sauberes Bad gesehen! Luxus pur :-) |
Nach einem leckeren Frühstück klappte dann aber alles reibungslos und wir starteten morgens pünktlich Richtung Queenstown. Neuseeland - wir kommen! :-)
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| Tschüssi, wunderschönes Tasmanien! :-) |
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