Dienstag, 3. April 2012

Neuseeland - Nervenaufreibender Start in Christchurch und Banks Peninsula

Nach einer sehr kurzen Nacht (oder auch sehr langen - je nachdem, wie man es sehen möchte...) in Melbourne startete unser Flug dann aber pünktlich am Morgen des 1. April ;-) nach Queenstown. Dort hatten wir jedoch nur eine gute halbe Stunde Aufenthalt, um unseren Weiterflug nach Christchurch zu erwischen. In dieser knappen Zeit mussten wir jedoch auch noch die Einreiseformalitäten Neuseelands hinter uns bringen. Das war natürlich dank ewig langer Menschenschlangen an den Schaltern nicht in 30 Minuten zu schaffen, so dass der Flieger einge Zeit auf uns umgeleitete Passagiere warten musste (und es zum Glück auch tat). Schließlich mussten wir vorher auch noch neu einchecken, unsere Bordkarten holen und unser Gepäck durch den Zoll schicken und neu aufgeben.

Erster Blick auf Neuseeland :-)


Ein Teil von Queenstown von oben

Endlich auf neuseeländischem Boden :-)


Als wir endlich im Flieger nach Christchurch saßen, hatten wir jedoch auch noch keine Ruhe. Wir hatten nämlich unser Wohnmobil in Christchurch bereits vorgebucht und wollten es an diesem Tag noch abholen. Unser eigentlicher Reiseplan sah ja vor, dass wir bereits am Morgen in Christchurch angekommen wären, aber durch die 2 gecancelten Flüge hatte sich nun alles extrem verschoben. Jedenfalls waren wir sehr angespannt, weil das Büro der Autovermietung ungefähr zu dem Zeitpunkt schließen würde, wenn wir landen sollten. Also hatten wir schon mehrfach mit deren Büro für teures Geld telefoniert, um sie davon zu überzeugen, auf uns zu warten.

Endlich in Christchurch angekommen, hechteten wir zum Büro der Autovermietung und zum Glück waren sie noch da. Doch kurz darauf folgte schon der nächste Schreck. Wir hatten über das Internet bereits vorgebucht und auch schon die Mietgebühr für das Wohnmobil bezahlt. Doch als es nun an die Schlüsselübergabe ging, wollten sie plötzlich 7500 Neuseelanddollar von uns als Kaution! Halloo?????? Davon war ja bisher nicht die Rede. Zumindest dachten wir das. Aber scheinbar hatten wir einen kleinen Teil der Vertragsbedingungen falsch verstanden... Wir hatten zwar etwas von 7500 Dollar gelesen, aber dachten, dass es - genau wie es in Tasmanien war - die Grenzbetrag wäre, bis zu dem man einen Unfallschaden selbst zahlen müsse. Tjaaaaa, typischer Fall von dumm gelaufen bzw falsch verstanden!!!! Das hat man wohl davon, wenn man Verträge nur so überfliegt, besonders wenn sie auf englisch geschrieben sind...

Wir hatten nun aber bereits vor Wochen den Vertrag online bestätigt und auch bezahlt, so dass sie uns nicht von dem Vertrag zurücktreten ließen. Wir hatten nun die Wahl - entweder 7500 Dollar als Kaution hinterlegen oder eine teure Vollkasko-Versicherung abschließen, so dass wir den Wagen mitnehmen könnten. Wir wollten lieber die Kaution hinterlegen aber da tat sich dann bereits das nächste Problem auf: Das Tageslimit unserer Kreditkarte war aus Sicherheitsgründen auf 500 Euro pro Tag beschränkt! Somit blieb uns nur die eine Möglichkeit, nämlich die teure Versicherung für die ersten Tage zu bezahlen, bis das Limit der Karte erhöht ist und wir die Kaution hinterlegen konnten.

Wir riefen dann gleich bei unserer Bank an, um das Limit zu erhöhen, was aber erst Stunden später möglich war, da die Zeitverschiebung und die Dienstzeiten der Bank uns in die Quere kamen.

Nach diesem furchtbaren Hin und Her bekamen wir schließlich endlich die Schlüssel und das Wohnmobil. Völlig gestresst und kurz vor einem Nervenzusammenbruch suchten wir uns dann noch einen Schlafplatz in Christchurch. Dort ereilte uns dann gleich der letzte Schock des Tages, als wir sahen, wie teuer ein Campingplatz in Neuseeland ist. So herrlich kostenlos übernachten wie in Tasmanien ist hier leider nicht möglich...

Nach einer erholsamen Nacht starteten wir am Montag morgen optimistisch wieder los zum Büro der Autovermietung, um endlich die Kaution hinterlegen zu können. Doch leider war eine Zahlung wieder nicht möglich!! Dabei hatten wir doch extra das Limit erhöhen lassen und es war genug Geld auf dem Konto. Ein erneuter Anruf bei der Bank brachte dann aber die Erklärung. Wir hatten das Limit zwar so weit hochsetzen lassen, um den Kautionsbetrag zu bezahlen, hatten aber vergessen, dass die teure Vollkasko-Versicherung auch noch am selben Tag abgebucht wurde! Somit reichte das Limit wieder nicht aus! Es war wirklich zum Haare raufen und Mäuse melken, wie bescheuert wir waren!!! Somit baten wir die Bank um eine erneute Verlängerung der Limit-Erhöhung  und hofften darauf, dass es endlich am nächsten Morgen klappen würde. Wir wollten schließlich nicht ewig in Christchurch festsitzen! Und schon gar nicht horrende Summen mehr zahlen, als eigentlich kalkuliert.

Anschließend starteten wir dann endlich unsere Erkundung Neuseelands. Allerdings nur in der Umgebung Christchurchs, weil wir dort ja nochmal hin mussten, um die leidige Geschichte mit der Bezahlerei zu klären. Unsere Fahrt führte uns daher auf die schöne Halbinsel "Banks Peninsula" südöstlich von Christchurch, unter anderem nach Lyttelton und Akaroa. Leider gab es in Lyttelton auch einige Erdbebenschäden von dem schlimmen Erdbeben in 2011 zu sehen.

Hafen Lyttelton

Impressionen vom Wegesrand ;-) Tolle Idee!
 
Unser Mobil in den Straßen Lytteltons.
Viele Geschäfte waren aufgrund des Erdbebens noch immer geschlossen.

Selbst das Polizeigebäude ist geschlossen, siehe die vielen Risse im Gemäuer.

Ausguck über Lyttelton


Treibstoff ;-)



Leuchtturm in Akaroa

Bucht in Akaroa

Tolle Landschaft und Abendstimmung unterwegs -
nicht ohne Grund wurden viele Szenen von "Herr der Ringe" in Neuseeland gedreht!



Geblendet von der Schönheit ;-)


Wahnsinn, oder??? :-)

Idylle!



Blick von der Summit Road auf eine Bucht





Leider unscharf, aber irgendwie trotzdem schön ;-)


Die Nacht verbrachten wir in Little River hinter einem Hotel. Dort konnten wir umsonst schlafen, nachdem wir im hoteleigenen Pub 2 Bier getrunken hatten. Aber gerne doch! :-)

Dienstag morgen machten wir uns erneut auf den Weg zum Büro in Christchurch und konnten nun endlich die Kaution hinterlegen! Herrje! :-) Die zuviel gezahlte Vollkasko-Versicherung bekamen wir auch gleich zurückerstattet, so dass wir sie nur für 2 Tage zahlen mussten. Nochmal Glück gehabt... Geärgert haben wir uns immer noch über unsere Dummheit, dass wir den Part mit der extrem hohen Kaution nicht verstanden hatten, aber zum Trübsal blasen hatten wir nun keine Lust und Zeit. Wir wissen jedenfalls, dass wir die Autovermietung Britz aufgrund dieser Konditionen nicht noch einmal wählen würden, auch wenn das Wohnmobil wirklich prima war.

Doch unsere Reise sollte nun richtig beginnen, denn wir hatten uns als Ziel gesetzt, die ganze Südinsel zu bereisen! :-) Dazu noch eine kurze allgemeine Info über Neuseeland - DANKE an das gute und praktische Wikipedia :-))

Neuseeland besteht aus zwei Hauptinseln, der Nord- und der Südinsel, sowie mehr als 700 kleineren Inseln. Die beiden häufig als Mainland New Zealand (deutsch etwa: Festland Neuseeland) bezeichneten Hauptinseln werden durch die an der schmalsten Stelle 23 km breite Cookstraße (die aus Wasser besteht) voneinander getrennt. Weder geographisch noch kulturell lässt sich Neuseeland eindeutig einem bestimmten Kontinent zuordnen: das Land liegt teils auf der australischen, teils auf der pazifischen Platte und ist sowohl mit dem europäisch geprägten Kulturraum Australiens als auch mit dem polynesischen Teil Ozeaniens verbunden.

Neuseeland ist ein Königreich im Commonwealth of Nations mit demokratisch-parlamentarischer Verfassung, Staatsoberhaupt ist Königin Elisabeth II.. Für einen Industriestaat eher ungewöhnlich sind die Hauptwirtschaftszweige Land- und Forstwirtschaft, Nahrungsmittelindustrie (hauptsächlich Molkereiprodukte) sowie Tourismus. Neuseeland wird vielfach als „grüne Insel“ bezeichnet, was zum Einen der dünnen Besiedlung geschuldet ist. Auf einer Gesamtfläche von 268.680 km² leben nur knapp 4,4 Millionen Einwohner!!! Allein in Berlin leben ja schon 3,5 Millionen Menschen zum Vergleich! Die Südinsel ist zwar mit 151.215 km² größer als die Nordinsel, aber auf der Nordinsel leben ca. drei Viertel der Gesamtbevölkerung Neuseelands.

Amtssprachen sind Englisch, Maori und Neuseeländische Gebärdensprache. In den meisten öffentlichen Gebäuden und Geschäften sind die Beschriftungen auch tatsächlich neben Englisch auf Maori angebracht.


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