Am Samstag, 17.03., hatten wir nun zum ersten Mal
australischen Boden unter den Füßen, als wir in Melbourne landeten. Es war aber
nur eine Zwischenlandung, denn unser eigentliches Ziel war ja Hobart auf
Tasmanien. Tasmanien ist eine kleine Insel, die zu Australien gehört und 240 km südlich davon liegt. Die „Festlandaustralier“ machen gern Witze über Tasmanien,
weil es dort eine genetisch bedenklich niedrige Bevölkerungszahl gibt ;-)
Tasmanien ist ein eigener
australischer Bundesstaat, der darüber hinaus auch mehrere kleine, meist unbewohnte Inselgruppen in der Region umfasst. Die Hauptstadt ist
Hobart, die zweitgrößte Stadt
Launceston. Tasmanien umfasst mit 68.400
km²
(ohne vorgelagerte Inseln 64.519 km², 296 km Nord-Süd-Ausdehnung und
315 km von Ost nach West) 0,89 % der Gesamtfläche Australiens.
Obwohl die Insel gerade einmal die Größe vom Freistaat Bayern oder
Irland hat, bietet die Landschaft neben Regenwäldern auch Bergseen und
lange weiße Strände innerhalb einer Reichweite von 90 Autominuten. Das
Klima ist angenehm mild und maritim geprägt.
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| Anzeige im Flugzeugbildschirm |
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| Nur noch 12 Minuten bis Melbourne :-) |
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| Könnt ihr die Landebahn erkennen? :-) |
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| Landeanflug Hobart |
Nun endlich dann nach einer langen Reiseetappe in Hobart angekommen, mussten wir uns noch ein Wohnmobil
beschaffen, denn wir wollten Tasmanien schließlich campend bereisen. Zuerst
schauten wir uns bei den am Flughafen stationierten Autovermietungen um, aber
die waren uns alle zu teuer. Zwischen unzähligen Broschüren für irgendwelche
Ausflugsziele fanden wir dann aber eine Wohnmobilvermietung, die günstig zu
sein schien. Also haben wir dort angerufen und wurden kurz darauf von denen am
Flughafen abgeholt. Witzigerweise holte uns ein Typ aus Dresden ab, der bei der Autovermietung jobbt. Wie klein die Welt doch ist! :-) Wir entschieden uns für ein sehr kleines Wohnmobil, um die
Kosten möglichst gering zu halten. Der Name Wohnmobil ist auch eher geprahlt, aber seht selbst: :-)

Somit konnte unser Abenteuer in Tasmanien beginnen! Ausgestattet mit einer
Landkarte und guten Ratschlägen besorgten wir uns zuerst ein paar Vorräte im
Supermarkt und fuhren dann noch bis New Norfolk. Dort gibt es einen schönen
Aussichtspunkt namens „Pulpit Rock Lookout“, wo man einen tollen Blick über die
Stadt hatte. Da in Tasmanien campen nur dort verboten ist, wo es per Schild
eindeutig geschrieben steht, richteten wir unser 1. Nachtlager dort ein.Auf dem Weg zum Lookout sind uns auch die ersten Buschkängurus über den Weg gehüpft! :-)
Nach einer gemütlichen Nacht in duftender Bettwäsche und herrlicher stiller Umgebung kriegten wir jedoch gleich einen Schock, nachdem wir die Augen aufgemacht hatten. Auf einem Kopfkissen saß eine fette Bettwanze!!!! Schockschwerenot! Wir konnten es kaum fassen, denn gebissen wurden wir beide nicht in dieser Nacht. Wir untersuchten daraufhin den ganzen Wagen und die Bettwäsche von innen und außen, konnten aber nur ein vertrocknetes weiteres Vieh finden. Wir überlegten, ob wir zurückfahren und den Wagen umtauschen sollten, aber waren uns nicht sicher. Dagegen sprach, dass wir einen echt knappen Zeitplan in Tasmanien hatten und es uns einen ganzen Tag gekostet hätte. Außerdem waren wir uns ehrlich gesagt gar nicht soooo sicher, ob die Viecher nicht vielleicht doch heimlich aus unseren Rucksäcken gekommen waren und wir sie mitschleppten. Naja, um es kurz zu machen - wir entschieden uns dafür weiterzufahren und hofften, dass diese beiden Viecher die Einzigen waren.
Zuerst ließen wir uns bei strahlendem Sonnenschein unser erstes Camperfrühstück schmecken. :-)

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| Matraze und Bettzeug noch draußen nach der Durchsuchung, herrje.... |
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| Gemütlich, wa? :-) |
Tagesziel heute war das Erreichen des großen Gordon Staudammes bei
Strathgordon, welcher ca 130 km entfernt liegt. Zwischendurch stoppten
wir am Mount Field National Park und machten eine schöne kleine
Wanderung. Hier kauften wir auch unseren Pass für die Nationalparks.
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Das erste Pademelon, das wir getroffen haben :-)
Pademelons (sprich Pättimellen) sind kleine Verwandte von Kängurus. |
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| Seit Langem mal wieder ein Wasserfall :-) |
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| Einer der Wasserfälle von oben |
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| Gigantische Bäume gabs hier, aber eben schwer auf ein Foto zu bekommen. |


Nach unserem kleinen Ausflug in den Nationalpark sind wir am wunderschönen Lake Pedder vorbeigefahren, um zum Gordon Damm hinter dem Örtchen Strathgordon zu gelangen. Der Damm ist mit seinen 140 m Höhe wirklich beeindruckend und der höchste Damm Tasmaniens. Man kann sich dort sogar abseilen, wenn man lebensmüde genug ist. Es soll sogar eine der höchsten Abseilstellen der Welt sein. Wir haben jedoch darauf verzichtet, zudem es gerade geschlossen war ;-) Der Damm staut Wasser vom Gordon River zum Gordon Lake auf und am Fuß des Dammes befindet sich ein Wasserkraftwerk. Wasser vom Lake Pedder fließt dort auch noch hinzu.
Auf der ganzen Fahrt ab dem Mount Field Park kam uns übrigens kein einziges Auto entgegen. Es ist wirklich sehr abgelegen dort hinten und wir waren ganz allein. :-) Zum Glück hatten wir keine Panne... ;-)
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Lake Pedder -
Ursprünglich ein vor 10.000 Jahren entstandener Gletschersee mit einer
Größe von 3 km²,
wurde er im Jahr 1972 aufgestaut. Heute hat er eine
Größe von 242 km² und dürfte
damit der größte Süßwassersee Australiens
sein. |
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| Lake Pedder |
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| Gordon Damm - 192 m lang, 140 m hoch |
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| Und da gehts dann runter beim Abseilen... |
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| Ganz schön viele Stufen runter... |
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| Blick vom Damm über den Gordon Lake |
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| Mutig wie wir sind, sind wir aber über den Damm gelaufen :-) |
Unser Nachtlager haben wir dann am Lake Pedder aufgeschlagen, bzw. an einem Parkplatz, wo wir einen tollen Blick über den See hatten.
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| Vorbereitung Abendbrot :-) |
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Leider unscharf, wir hatten kein Stativ und kennen uns mit der Kamera noch immer nicht sooo gut aus.
Aber es sah toll aus in Echt ;-) |
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| Morgenstimmung :-) |
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| Frühstücksvorbereitung :-) |
Nach dem Frühstück am Montag morgen mussten wir dann fast den ganzen Weg Richtung New Norfolk zurückfahren, weil der einzige Weg zum Lake Pedder eine Sackgasse ist. Aber eine lohnenswerte :-)
Oh, sind das tolle Bilder - Tasmanien schaut grandios aus, und so einsam alles dort! Wahnsinn.
AntwortenLöschenDas mit den Bettwanzen ist natürlich nicht so toll, uäh... :-(
Ich muss schauen, dass ich endlich mit euren Berichten wieder aufhole, hihi...
Liebe Grüße! :-)
Hallo liebe Anna!
AntwortenLöschenHach, das würde dir bestimmt auch dort gefallen! Gibt auch ganz viele Pferde :-) Ach du hast noch viel Zeit mit dem Aufholen, wir sind ja noch immer 2 Monate im Rückstand, leider.
LG