Freitag, 16. März 2012

Indonesien - Letztes Mal von Insel zu Insel



Um die Togean Islands schweren Herzens wieder zu verlassen, nahmen wir am Sonntag, 11.03., die Fähre nach Gorontalo. Um 16.30 Uhr gings los, Ankunft war um 6 Uhr morgens. Die Nacht auf der Fähre war nicht sonderlich bequem, aber wir hatten schon deutlich schlimmere Nächte. ;-) Zumindest hat in dem Passagierraum niemand geraucht und die Klappstühle der ersten Klasse (die wir uns gegönnt haben) waren auch noch nicht alle kaputt. Gegen 21 Uhr haben wir dann erneut den Äquator überquert, wovon wir aber ehrlich gesagt nichts mitbekommen haben. Komischerweise haben wir gar keine Fotos auf der Fähre gemacht, schade eigentlich. Unser neugewonnener Freund Hakan war übrigens auch mit an Bord und gemeinsam teilten wir uns dann mit noch zwei anderen deutschen Frauen ein Taxi vom Hafen zum Flughafen. Dank Hakans unermüdlichen Verhandlungen fuhren wir auch zu einem sehr günstigen Preis.

Warten ...

Flughafen Gorontalo



Am Flughafen versuchten wir dann, einen Flug nach Denpasar auf Bali zu organisieren, denn von dort sollte am 16.03. unser Flug nach Australien gehen und wir wollten noch die letzten Tage in Indonesien auf Bali verbringen. Einen Flug zu bekommen gestaltete sich aber leider als wahnsinnig schwierig, denn die Büros der Fluggesellschaften waren alle noch geschlossen.


Es war lediglich ein Büro besetzt, von dem wir aber nicht so recht wussten, wozu es gehört. Der dortige Angestellte versuchte aber für uns im Internet einen Flug zu finden, was aber auch schwierig war. Die günstigen Flüge waren alle schon weg und die noch zu Habenden unverschämt teuer. Wir hatten nämlich keinen Flug vorgebucht, da es manchmal vorkommen kann, dass eine Fähre einfach mal nicht fährt, weil die Tochter des Kapitäns heiratet oder dergleichen… Bei schlechtem Wetter kann es natürlich auch zu Ausfällen kommen. ;-)

Naja um es kurz zu machen – denn es ist eine ziemlich lange Geschichte - letztendlich haben sowohl Hakan, die beiden deutschen Frauen und wir beide Flüge zu unseren Wunschzielen zu annehmbaren Preisen und mit Abflugzeiten, die nur ein paar Stunden später lagen, bekommen. Man muss dazu sagen, dass Gorontalo nur ein sehr kleiner Flughafen ist, und daher ein quasi direkter Anschlussflug alles Andere als eine Selbstverständlichkeit ist. 


Der liebe Hakan hat aber so lang unermüdlich nett und freundlich auf den Angestellten eingeredet, dass dieser wirklich alle Hebel für uns  in Bewegung setzte. Denn der gute Mann hatte glücklicherweise eine Schwester, die in einem Reisebüro arbeitet und somit konnte er uns die Flüge besorgen. Echt klasse! Es wurde aber noch besser! Die Gastfreundlichkeit und Hilfsbereitschaft mancher Indonesier ist echt wahnsinnig beeindruckend! Dieser nette Mann (schändlicherweise wissen wir seinen Namen nicht mehr) nahm sich dann sogar Zeit, uns mit seinem Privatauto quer durch die Stadt zu fahren, um einen Geldautomaten zu finden, damit wir die Flüge bar bezahlen können. In dem Reisebüro wurde nämlich nur Barzahlung akzeptiert und wir hatten aber nicht mehr genügend Geld bei uns. Während der Fahrt plauderte der Gute dann auch noch munter aus seinem Leben und es stellte sich heraus, dass er sogar der Chef des Bodenpersonals in Gorontalo ist. Eine so nette Bekanntschaft! 


Letztendlich ging dann unser Flug ca 2 Stunden später zuerst nach Makassar (noch auf Sulawesi) und von dort dann nach Denpasar auf Bali. Und weil die Welt so klein ist, trafen wir Hakan in Makassar noch einmal wieder, bevor er seinen Flug nach Kuala Lumpur antrat. 


Unser Flieger von Gorontalo nach Makassar - nigelnagelneu :-)
Und es gab sogar  Filme auf deutsch anzuschauen - eine echte Seltenheit.

So herrliche Hinweisschilder findet man auf Flughafentoiletten :-)


In Denpasar angekommen schnappten wir uns ein Taxi und kamen nach endlosem Stau abends irgendwann gegen 20 Uhr in Sanur an. Sanur liegt etwas abseits von Denpasar und ist der Ausgangspunkt, um auf die kleine Insel Nusa Lembongan zu fahren. Wir hatten uns nämlich kurzfristig entschlossen, unsere letzten Tage nicht im Touristenrummel rund um Denpasar zu verbringen, sondern stattdessen noch ein paar Tage am Meer zu verbringen. Und Nusa Lembongan erschien uns dafür gut geeignet, da nicht weit entfernt. Nachdem wir uns ein Zimmer für eine Nacht  gesucht hatten, ließen wir uns noch ein schönes Abendessen mit frischem Fisch schmecken. Somit ging dann ein langer Reisetag zu Ende (zur Erinnerung: am Vortag um 16.00 Uhr hatten wir das Resort auf den Togeans verlassen und waren somit gut 28 Stunden unterwegs). Reisen in Indonesien – besonders auf Sulawesi – benötigt eben viel Zeit. 






Am nächsten Morgen, Dienstag, 13.03., hieß es schon wieder zeitig aufstehen, damit wir mit einem langsamen Boot nach Nusa Lembongan übersetzen konnten. Dort quartierten wir uns für 3 Tage in einer hübschen Hütte mit Meeresblick ein. 

Slowboat

Unser Gasthaus - da wo das Bambusrollo hängt war unsere Hütte.
Schönen Strand gabs allerdings keinen vorm Haus ;-)


... dafür aber nen tollen Meerblick von unserem Balkon :-)

Wunderschönes Zimmer!!! :-)



Wir wollten auch gern nochmal tauchen gehen und suchten uns dafür eine Tauchschule, die einen ganz netten Eindruck machte. Wir erschienen also am Mittwoch früh bei "Big Fish" zum Tauchen und mussten sogleich feststellen, dass es sich bei dem Divemaster (also demjenigen, der einen beim Tauchen begleitet und einen führt) um eine zickige Engländerin handelte, die uns schon nach den ersten paar Worten dumme Kommentare gab. Nun ja, wir wollten mal nicht so empfindlich sein und sind trotzdem mit ihr tauchen gegangen. Das entpuppte sich jedoch als schlechte Idee. Erstens verhielt sich die Tauchtante immer noch furchtbar arrogant und zweitens war so doller Wellengang, dass Jan den Zweiten der beiden gebuchten Tauchgänge ohne mich durchführen musste, weil ich aufgrund akuter Übelkeit nicht mehr dazu in der Lage war… Die Strömung unter Wasser war auch sehr stark, was das Tauchen ziemlich anstrengend machte. Die Rochen, die man angeblich so oft sehen kann, konnten wir leider nur kurz vom Boot aus sehen, beim Tauchen waren sie nicht mehr zu sehen. Nun ja, manchmal gerät man eben an gute Divemaster, manchmal nicht.... ;-)

Hier nun nochmal ein paar wilde Schnappschüsse von Nusa Lembongan:

Algen oder Seetang wird hier in rauen Mengen zum Trocknen ausgelegt

Ein bisschen Strand gabs hier auch ;-)


Seid froh, dass es kein Geruchsfoto ist ;-)

Hauptstraße :-)

:-)




Den Donnerstag nutzten wir dann zum ausgiebigen Faulsein und am Freitag fuhren wir morgens mit dem Boot zurück nach Sanur. Dort ließen wir uns ein letztes Mal noch den frischen Fisch schmecken und gönnten uns noch jeweils eine einstündige Massage und einen Haarschnitt für Jan. Für das Ganze zahlten wir umgerechnet 10 Euro, der Hammer! Anschließend schickten wir noch ein Paket nach Hause und machten uns dann langsam auf den Weg zum Flughafen. Am späten Abend bestiegen wir dann den Flieger Richtung Australien und gut 6 abenteuerliche Wochen Indonesien nahmen ein Ende. 


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