Nach gut 24 Stunden unterwegs kamen wir am Montag morgen, 07.11., erschöpft in Pushkar an. So ein indischer Schlafbus ist echt eine Erfahrung :-) Eine Karnickelbuchte ist nix dagegen. :-) Diese ging aber - eigentlich sollten wir eine Schlafkabine haben, die voller Erdnussschalen war. Als wir uns beschwert haben, fing der Typ im Bus an, die Kabine mit Zeitungspapier über den Schalen auszulegen. Hey, nicht zu fassen, echt! Wir also raus aus dem Bus und zurück zur Reiseagentur und uns beschwert. Und daraufhin bekamen wir dann einen Platz im Direktbus nach Pushkar mit einer saubereren Kabine. :-)
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Links und rechts Schlafkabinen auf 2 Etagen,
im Gang jede Menge Säcke mit irgendwas.
Links sind Doppelkabinen, rechts Einzelkabinen. |
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Decke und Kissen muss man sich entweder mitbringen - oder hat eben keine :-)
Danke übrigens für die tolle Perspektive, SCHATZ! :-) |
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| Blick von der Fahrerkabine in den Bus hinter |
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| Keine Ahnung, wo die ganzen Blüten herkamen, aber die Kühe hat's gefreut :-) |
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| Fahrerplatz :-) |
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Sieht doch fast entspannt aus, oder? :-)
Die Kabine war aber quasi nur 1,80 m lang und 1,20 m breit :-)
Für 1,65 m kein Problem, für 1,86 m eher doch ... |
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| Morgenstund und so... :-) |
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| Morgendliche Rast in Ajmer, fast am Ziel |
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| Die 3 Mädels waren schon fleißig |
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Was ist das? :-)
A: ein welkes Blatt an der Stromleitung B: ein alter Lappen an der Stromleitung
C: ein toter Vogel an der Stromleitung D: ein modernes Kunstwerk |
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Saucool der Typ, oder?
Fluppe, Turban, 2 Kumpels, Mopped und Sonnenbrille -
was braucht ein echter Kerl mehr? :-) |
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| Die beiden Kaninchen in ihrer Butze :-) |
Pushkar ist zwar eine kleine gemütliche Stadt voller Tempel, aber ganz schön touristisch. Besonders jetzt gerade, weil dort der alljährliche Kamelmarkt abgehalten wird - ein Spektakel, für das viele Menschen extra angereistt kommen (wir ja auch) :-)
Nachmittags sind wir dort auch gleich zum Kamelmarkt hingelaufen, um uns das Spektakel anzusehen. Es ist ein riesiges staubiges Gelände, auf dem unzählige Kamele und Pferde zum Kauf angeboten werden. Dazu gibt es etliche Marktstände und Karussels, auch Heißluftballons starten hier. Plötzlich wurden wir von einer jungen Frau angesprochen, die Tierärztin aus England ist und hier ehrenamtlich an einem Stand arbeitet, wo Tierärzte die Kamele und Pferde und Hunde umsonst verarzten. Viele Kamele haben leider noch einen Stab aus Holz oder Metall in der Nase, weil dies seit ewigen Jahren so Tradition ist. Holz splittert aber und Metall erhitzt sich so sehr. Daher bieten die Tierärzte an, die Stäbe umsonst durch Plastik zu ersetzen, damit es den Tieren besser geht. Auf die Tradition verzichten werden die Inder wohl leider nie.
Plötzlich fiel unser Blick auf ein extrem abgemagertes Pferd, einen weißen Hengst, der am Rand stand. Auf Nachfrage erzählten uns 2 andere Engländerinnen, dass sie diesen armen Kerl grad für umgerechnet 30 Euro freigekauft haben. Er hat eine dolle Verletzung an seinem Penis, der stark angeschwollen war, dazu ein entzündetes Auge und die extreme Unterernährung. Nun bringen sie ihn in ein Krankenhaus auf einem Schutzhof für Tiere, ganz in der Nähe Pushkars. Zu unserer Überraschung waren Leute von drei verschiedenen Tierschutzorganisationen vor Ort, die scheinbar prima Hand in Hand arbeiten. Nach einer Weile führte die eine Engländerin noch eine weiße Stute herbei, die scheinbar einfach von ihrem Besitzer verstoßen worden war. Der Grund war sichtbar, als wir die Stute von hinten anschauten - eine riesige Verletzung an ihrem Hinterteil, mit Fliegen und Maden besetzt und völlig entzündet. :-( Doch für diese beiden Pferdchen war ein echter Glückstag, denn sie wurde nur eine Stunde später auf den Transporter geladen und sicher zum Schutzhof gebracht. Sie bekamen auch die schönen Namen Penny und Patrick :-) Nun kann man die Genesung der beiden im Internet beobachten
Hier anklicken, um die Fotos von Penny und Patrick zu sehen
Den Kamelmarkt haben wir nach diesem Ereignis nicht mehr besucht. Es ist wirklich unglaublich, wie wertlos ein Tierleben hier ist. :-(
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| Kameltaxi |
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| Hübsch angemalt ist halb verkauft? ;-) |
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Kamelkind :-)
Es konnte übrigens laut brüllen wie ein Löwe! |
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Schrecklich - die jungen Pferde über Stunden in der Hitze eng angebunden :-(
Kein Schritt ist möglich |
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| Der arme Patrick :-( |
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| Rettungstransporter der Tierhilfe |
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Das Verladen war schwierig, weil der Einstieg wie
eine LKW-Rampe war, die hochfährt wie ein Fahrstuhl |
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Pferde- und Kamelzubehör
Anna, du hättest hier viel schönes für Misi gefunden :-) |
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| Das gute deutsche Bier :-) |
Nach noch zwei geruhsamen Tagen in Pushkar haben wir am Mittwoch abend den Nachtbus nach Jaisalmer genommen, um uns dort das berühmte Fort anzuschauen.Abschließend noch ein paar Bilder aus Pushkar :-)
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| Siesta :-) |
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| Der "heilige" See |
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| Hier sieht man sogar Mondkrater!! Seht ihr es auch? :-) |
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Lecker - endlich mal kein Curry mehr! :-)
Aber die Pizza war besser ;-) |
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| Inderinnen am Klimbim-Schmuckstand :-) |
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| Laden an Laden - krass! :-) |
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| Da war mir grad mal alles zuviel ... ;-) |
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Ein Traum - ein Kuchenstand!!! :-)
Ankiiiii, unser Paradies!!! :-) |
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| Seit Lhasa wieder der beste Kuchen :-) |
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Links der Kaffeekuchen, rechts Chikookuchen
(Chikoo ist eine Frucht) :-) |
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| Gemütlich wars :-) |
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| Marktplatz |
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So süß :-) Die haben immer ihre Füße an die Wand gestellt :-)
Guckt mal wie lang der Schwanz ist :-) |
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| Baden am See (natürlich mit Kleidung) |
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Arbeit am Blog :-) Oder Fußballergebnisse checken ;-)
Oder die neusten Nachrichten :-) |
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Sowas nennen wir gern "überangepasst" :-))
Die meisten Israelis laufen hier so rum ;-) Und es gibt derer viiiiele! :-) |
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| Rikscha? :-) |
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| :-) |
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Da waren wir wieder einem "Priester" zum Opfer gefallen,
der uns für eine Spende "gesegnet" hat und uns eine Tika verpasste.
Nepper, Schlepper, Bauernfänger überall! :-) |
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| Leider etwas unscharf, aber so cool die beiden :-) |
am Anfang haben wir ja noch herzhaft gelacht, der herrlichen Bilder wegen aus dem Schlafbus !!
AntwortenLöschenIst uns aber dann schnell vergangen bei den krassen Bildern der geschundenen Kreaturen auf dem Kamelmarkt. Zum Glück wurden die Bilder dann wieder etwas interessanter, echt krass diese Gegensätze !!
Ja das war echt ein Erlebnis im Schlafbus :-) Die Tiere hier haben wirklich kein leichtes Leben. Aber wenn ihr mal auf den Link klickt, könnt ihr sehen, wie es zumindest den beiden Pferdchen langsam besser geht. :-) Indien ist wirklich das Land der absoluten Gegensätze! Haben wir heute erst wieder gedacht: Da ist ein total moderner Handyladen an der Straße und dann fährt ein Mann mit seinem Kamelkarren vorbei, zwischen massenhaft Tuktuks, Mopeds und Autos. Daneben liegen Kühe auf der Straße. Manchmal noch eine Familie mit 3 Kindern daneben, die auf dem Bürgersteig schläft. Verrückte Welt!
AntwortenLöschenJetzt habe ich aber überlegt, wo ich schon mal so ein bemaltes Pferd gesehen habe??! Dann fiel's mir ein: das war "Kleiner Onkel" bei Pippi Langstrumpf! Nur dem ging's wahrscheinlich besser :-(
AntwortenLöschenJetzt könnte ich sooo viel zu dem Bericht und den Bildern schreiben - mir gingen gerade ganz, ganz viele Dinge durch den Kopf...
AntwortenLöschenDie Fahrt in dem Bus - das klingt ja sehr, äh, toll. Aber gut, dass ihr euch bei der Agentur beschweren konntet und nicht in den Erdnussschalen nächtigen musstet. Äh. Die Größe der Kabine ist natürlich schon grenzwertig...
Die Bilder vom kamelmarkt sind schickierend, habe gerade die fb-Seite mit den Bildern von Patrick und Penny beguckt, oh man, da wird mir ganz anders... was sehen die beiden armen Pferde furchtbar aus, allein schon das abgemagerte treibt mit Tränen in die Augen und wenn man dann noch die schlimmen "Krankheiten" sieht - arme Pferdis. Gut, dass die Tierschützer dort so aktiv arbeiten, aber wenn man sich vorstellt, dass das ja nur ein Bruchteil des ganzen Elends ist... gruselig... :-(
Dafür sieht aber der Pferdeschmuck toll aus, du hast recht, da hätt ich bestimmt für meinen Schimmel was schönes gefunden!
Eure Unterkunft sieht gemütlich aus und Pizza und Pasta sind sicher eine willkommene Abwechslung! *grins* Und der Kuchen sieht auch lecker aus, mhhhm....
Liebe Grüße! In Leipzig wird es nun langsam Winter...
Hallo Henry!
AntwortenLöschenJa stimmt, da gibts gewisse Ähnlichkeiten! Und Herrn Nielsson findet man hier in Indien auch zuhauf! :-)
LG Sabrina und Jan
Hallo Anna!
Ui, so ein langer Kommentar! Ja, das mit den Tieren hier ist grausam, zum Glück gibt es einige Tierfreunde, damit zumindest manchen Tieren geholfen werden kann! Das Denken der Inder zu ändern, ist der weitaus schwierigste Teil der Tierschutzarbeit....
Ah der Kuchen war ein Traum!!! :-)
Liebe Grüße vom heißen Südindien in das kühle Leipzig!