Donnerstag, 19. Januar 2012

Philippinen - Manila (Luzon)

Am Mittwoch, 18.01. kamen wir in Manila an, der Hauptstadt der Philippinen. Die Philippinen bestehen aus mehr als 7000 Inseln und Manila liegt auf der Insel Luzon. Unser Plan lautete, dass wir am nächsten Tag das Visum für Indonesien bei der indonesischen Botschaft beantragen gehen und dann abends unsere Erkundung der Insel starten, indem wir mit dem Nachtbus nach Banaue fahren, wo die größten Reisterrassen der Welt liegen. Anschließend wollten wir noch Sagada erkunden, wo es an Felsen hängende Särge geben soll, um dann wieder nach Manila zurück zu kehren. Doch es kommt ja meistens anders als man denkt... Doch erstmal langsam :-)





Endzeitstimmung in Manila beim Landeanflug :-)



In Manila haben wir wie einen kleinen "Kulturschock" erlitten, denn es unterscheidet sich doch tüchtig von dem restlichen Teil Asiens, den wir bisher erkundet haben. Es ist alles wesentlich amerikanischer oder südamerikanischer und es herrscht eine etwas - nun ja - verruchte Atmosphäre. Irgendwie abschreckend und doch schön und reizvoll. Es herrscht hier wieder große Armut, viele Menschen leben auf der Straße oder betteln. Das Preisniveau hier schlägt dem asiatischen Fass aber echt den Boden aus - für ein echt schäbiges kleines stinkendes Zimmer mit geteiltem Bad mussten wir rund 15 Euro zahlen. Ganz schön heftig im Vergleich mit dem zuvor Erlebten. Wir haben uns in Malate einquartiert, einem der wenigen Touristenviertel in Manila. Hier gibt es allerdings echt wenige Touris, überhaupt nicht zu vergleichen mit den Massen in Laos oder Bangkok. Die meisten Westlichen, die man hier sieht, sind ehrlich gesagt meist ältere Herren mit ziemlich jungen Philippinas an ihrer Seite. Möge man darüber denken, was man möchte ;-)

Die Restaurants hier waren auch echt teuer, aber bei den Straßenlokalen hielten sich die Preise in Grenzen. Essenstechnisch kann Manila aber keinesfalls mit dem Rest Asiens mithalten - es gibt viel frittiertes Fleisch, Spiegelei und Reis, Gemüse ist hier irgendwie Mangelware. Also eine herbe Enttäuschung nach all dem schönen Essen bisher.

Unsere Butze in Manila -
vor dem nicht zu öffnenden Fenster dröhnte draußen die ganze Zeit ein Generator.
Gerochen hat es muffig und nach überreifer Mango.
Eine wahre Pracht, dieses Zimmer :-)
Wie schade, dass wir es nur eine Nacht genießen konnten ;-)

Blick von der Dachterrasse des Guesthouses


Am nächsten Tag sind wir dann mit dem Taxi (öffentlich Busse gibts hier nicht so wirklich, stattdessen fahren riesige Sammeljeeps in alle möglichen Richtungen) zur indonesischen Botschaft gefahren. Es gibt zwar auch die Möglichkeit, ein Visa bei Einreise nach Indonesien zu bekommen, aber das ist nur 30 Tage gültig. Da wir aber 6 Wochen dort bleiben möchten, brauchen wir das begehrte 60 Tage Visum, was es nur bei einer indonesischen Botschaft gibt. Wir also mit genügend Philippischen Peso, Passfotos und Reisepass dorthin und haben uns das Formular geben lassen. Schon beim Ausfüllen haben wir eine mittelschwere Krise gekriegt, was die da alles von einem wissen wollen - sogar einen Lebenslauf!! Hallo??? Als wir uns durchgekämpft hatten, gingen wir an den Schalter und dort teilte uns die reizende Dame mit, dass wir Passfotos mit rotem Hintergrund benötigen. Bitte was? Passfotos mit rotem Hintergrund??? Unsere hatten einen hellblauen und waren somit nicht akzeptabel. Mittlerweile war es aber auch schon 10.35 Uhr und um 11 wollte die Botschaft schließen. Ganz großes Kino... Auf Nachfrage, wo wir denn jetzt diese Fotos herbekommen sollen, sagte sie, dass es um die Ecke einen Fotoladen gibt. An dieser Stelle erwähnte sie auch noch, dass wir nicht bar bezahlen können, sondern noch zur Bank gehen müssen und das Geld in einen Scheck eintauschen, mit dem dann wiederkommen. Es war wirklich zum wahnsinnig werden!!!!! :-( Auf unsere Anmerkung, dass die Zeit schon ganz schön knapp ist, zuckte sie nur mit den Schultern und sagte sinngemäß "dann müsst ihr euch eben beeilen". Prima. Wir also im Schweinsgalopp losgehechtet, Fotos machen, Scheck ausstellen und wieder zurück rennen. Und natürlich gab es die Passfotos nicht einzeln, sondern im sehr praktischen Sechserpack. Natürlich gabs die auch nicht umsonst, den Scheck selbstverständlich ebenso wenig.

Um kurz vor 11 erreichten wir völlig abgehetzt wieder die Botschaft und überreichten der Dame dort alles. Doch wer nun denkt, es wäre alles soweit vorhanden, der irrt :-) Plötzlich schob sie uns Stift und Papier hin und sagte, wir müssen noch einen Brief schreiben, dass wir gern das verlängerte Visum beantragen möchten. Natürlich auf Englisch. An dieser Stelle war ich wirklich kurz davor, einen Nervenzusammenbruch zu bekommen. Freundlicherweise war die Dame aber so nett, diesen Brief für uns zu schreiben, da wir ja nun beide keine Experten der englischen Sprache sind und das Visum nun nicht an einem zusammengestümmelten Brief scheitern solle. Etliche Stresshormone und graue Haare später konnten wir dann die Botschaft verlassen, mit dem Wissen, dass wir unsere Visa 5 Tage später abholen können. Herrje, was eine schwierige Geburt!!!!!!!!!!!!!!!

Abends stiegen wir dann in den Nachtbus und machten uns auf Richtung Banaue. Aber sehr weit sind wir fürs Erste nicht gekommen, denn nach gut einer halben Stunde Fahrt war der Bus kaputt. Zum Glück waren wir noch in der Stadt und so kam nach einer guten Stunde auch schon ein Ersatzbus.

Wir hatten zum Glück gute Verpflegung dabei :-)

Mhmm, war das lecker!!! :-)



2 Kommentare:

  1. Ohje, das klingt ja sehr einladend - Manila hat sich euch ja von der Besten Seite gezeigt. Ätzend, dass das Hostel teuer und schlecht war - und genauso blöd, dass ihr bei den Visa noch neue Fotos machen musstet UND mit nem Scheck zahlen musstet. wer denkt sich denn so einen Blödsinn aus? Wahnsinn...

    AntwortenLöschen
  2. Huhu Anna! Also so kompliziert wie die Beantragung des indonesischen Visums war bisher kein anderes Visum...von Russland mal abgesehen, das haben wir über ein Reisebüro von Deutschland aus machen lassen. :-) Aber letztendlich hat ja zum Glück alles geklappt. :-)

    AntwortenLöschen